Freitag, 17. September 2010

Friday six

Das Wochenende naht und es ist Zeit für den letzten Teil des Nähalphabetes. Damit es aufgeht, heute mal mit sechs Kleinigkeiten:

U wie Unterfaden
Ist immer zu Ende, wenn man meint, eine besonders gute Naht genäht zu haben. Leider stellt man dann fest, dass der letzte Meter Naht gar nicht genäht ist, weil der Unterfaden leer war. Unterfadenwächter taugen auch nicht viel, weil sie meist schon Alarm schlagen, wenn noch reichlich Faden auf der Spule ist...

V wie Vlieseline
Wunderbares Helferlein in zig Variationen. Sorgt für Festigkeit, Stand, Halt, Form, Volumen oder was auch immer- man muss nur für seinen Zweck die Richtige Vlieseline auswählen.

W wie Walkstoff
Finde ich super- toller Stoff für den Herbst. Es gibt ihn in fantastischen Farben- natürlich auch in grau und schwarz *g*. Er erlaubt tatsächlich "Schnell mal"- Projekte, weil man Versäubern, Belege, Vlieseline und Futter je nach Schnitt einfach weglassen kann.

X wie Xmal getrennt
Kommt leider vor, wenn etwas gar nicht gelingen will. Wenn es dann ganz schlecht läuft, leidet der Stoff und schlimmstenfalls wird das Projekt ein "TfT- Teil für die Tonne"

Y wie ...
Das wurde schwierig und ich habe mal im kleinen Wörterbuch des Kostüms von Reclam geschaut. Da gibt es genau einen Begriff mit Y- die Y-Linie "Modelinie der Haute Couture, 1955/56 vorgestellt von Christian Dior (1905-75): Halsausschnitte mit breitem Reverskragen oder anderweitigen , V-förmig wirkenden Oberteilen an sonst körpernahen Kleidern mit schmalem Rock."

Z wie Zylinder
Zum Empirekostüm für Herren großartig- Mr. Darcy/Firth sieht damit sehr schnuckelig aus.
Auch beim Steampunk habe ich schon wunderbare Varianten dieser Kopfbedeckung gesehen. Schade eigentlich, dass Hutmode so aus der Mode gekommen ist...

Ich wünsche einen guten Start ins Wochenende und uns allen wenigstens etwas goldene Herbstsonne...

Kommentare:

  1. U wie Umständlich,
    bei manchen Schnittvorlagen denke ich oft sehr umständlich und dadurch finde ich den Schnitt sehr schwierig.
    V wie Vlieseline
    Kaum mehr wegzudenken, jede Tasche bekommt ihren Halt, leicht zu händeln und in vielen Stärken erhältlich.
    W wie Werkzeug
    ohne richtiges Werkzeug geling auch beim Nähen nichts. Erleichtert die Arbeit, praktikabel und leicht im Gebrauch.
    X wie: zum X.ten Mal eine Tasche genäht
    Das gleiche Muster und immer wieder wird sie anders, man entwickelt Kreativität und schwubs ist die nächste Tasche wieder schöner.
    Y wiw Y Naht
    Habe versucht eine Y Naht zu machen, aber immer war sie falsch, nie hat es gepaßt. Irgendwann habe ich aufgegeben und nicht wieder versucht.
    Z wie Zwirn
    Für was verwende ich ihn, muß er im Nähkorb vorhanden sein?

    Schönes Wochenende
    Dagmar

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  2. U wie Umdenken. Hilft auch beim Nähen ungemein, wenn die Anleitung mal wieder nicht verständlich ist oder ein anderes Problem auftaucht ( sieht auch U wie Umplanen. :D )

    V wie Variieren. Den gleichen Schnitt mehrfach verwenden? Wieso nicht, es lebe die Variation! Ärmellänge, Aufschläge, verschiedene Stoffe und schon wird der Lieblingsschnitt nie langweilig. ;)

    W wie Wollstoffe. Riecht man seltsamerweise spätestens beim Bügeln, wenn Wolle im Stoff ist. Meistens wunderbar zu verarbeiten, allerdings in Reinform gerne mottenanfällig.

    X wie Xzentrisch... wer ist das als Näher nicht? ;) ( Okay, für X findet man ja so gut wie gar nichts Textiles!)

    Y wie Y-Naht. Nicht nur beim Quilten, gibt es auch bei den Gêren im MA Kleid. Klappten seltsamerweise auf Anhieb, was wohl auch an der tollen Anleitung in der Threads lag. Nicht A, aber da zählt das Ergebnis.

    Z wie Zubehör. Sammelt sich auf unheimliche Weise im Laufe eines langen Nählebens an. Füßchen, Scheren, Trenner, das eine oder andere Hilfsmittel wie Schrägbandformer finden sich dann irgendwann in passenden und unpassenden Kisten neben der Nähmaschine.
    Und dann kommt noch der Zierkram, den man "mal eben mitnimmt", weil man ihn brauchen könnte. Das sind dann die anderen Kisten mit Litzen, Borten und anderem Tüddelkram. ;)
    Grüße
    Kerstin

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  3. U wie unendlich. Das ist die Menge an Zeit, die ich vermutlich bräuchte um alle Näpläne zu verwirklichen

    V wie Verflixt nochmal! Milder Fluch wenn gerade mal wieder eine nadel im Finger gelandet ist.

    W wie Watte. Kann ich in einer großen Tüte sehen, wenn ich den Kopf 30° nach links drehe

    X wie X-beiniges Xanthippen-Xylophon! Etwas kreativerer Fluch, ähnlich einzusetzen wie V

    Y wie Yak, saarländisch, passend zur Bux

    Z wie Zuschneiden. Der gefürchtete erste Schnitt in einen jungfräulichen Stoff.

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Grüße aus dem nördlichen Norden!